#1

ausgelesen

in was lest ihr denn so? 04.06.2017 13:09
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Man sollte ja auch die Möglichkeit haben über die Bücher zu schreiben die man ausgelesen hat. Darum hier das Forum. Also bei meinem letzten Yagudins Rückkehr, das ich ja wegen dem Y gelesen habe, war ich am Anfang ja ziemlich verwirrt. Ich habe mich gefragt, was ist hier der Sinn? Ab der Hälfte aber war alles klar, es verweben sich Phantasie und Roman in einem Buch. Ein normaler Roman vermischt mit einer Fantasy Geschichte, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll. Der Anfang war schwierig, aber danach ging es recht gut zu lesen. Am Ende kam dann auch die Lösung raus.
Ein vermeintlicher Professor erzählt seinen beiden Mädchen immer eine Geschichte, dieses handelt von Yagudin. Der hat eine Königin mit Sohn entführt. So nach und nach weiß dieser Professor nicht mehr was wahr und was Geschichte ist. Und am Ende gibt es nicht mal mehr einen Professor.
Tja kurz und knapp erzählt, aber für ein Y konnte ich mir kein besseres Buch auswählen:-)


"Kannst du nich mal akzeptieren das andere Leute andere Dinge wichtig finden?"
Tour de Ruhr, Folge 6...
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#2

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 04.06.2017 13:11
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Champagner und Kamillentee war das Buch vorher, das war echt schön. Also wenn man Scheidungsbücher schön nennen kann. Eine Frau wird erst übers Ohr gehauen bei der Scheidung und am Ende des Buches ist sie diejenige die so richtig glücklich ist. Natürlich ist die Zeit dazwischen nicht einfach, Höhen und Tiefen, Alkohol und Unfälle, alte Freunde die gehen, aber auch neue Freundinnen die bleiben. Schön zu lesen, ein super C Buch!!!


"Kannst du nich mal akzeptieren das andere Leute andere Dinge wichtig finden?"
Tour de Ruhr, Folge 6...
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#3

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 17.06.2017 17:40
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Quo Vadis. Superweib? wurde von mir ausgelesen, da ich ja noch ein Buch mit Q benötigt habe. In diesem Buch schreibt Maxi ihrer Tante Briefe. Die Tante hat damals in den 60érn für die Emanzipation gekämpft und ist danach ausgewandert. Heute möchte sie wissenschaftliche Studien darüber schreiben was sich in Deutschland geändert hat. Darüber schreibt die Maxi halt ausführlich. Über Frauen ohne Kinder mit Arbeit, Frauen mit Kindern ohne Arbeit, Frauen mit Kindern und Arbeit und darüber welchen Stellenwert man als "nur Mutter" in unserem Land leider hat. Naja, ich war ja nie eine Emanze, werde auch nie eine sein, selbst ohne Kinder und mit Arbeit lag eine Karriere mir sehr fern. Und wenn ich Kinder bekommen hätte, dann sicher nur, wenn ich auch zu Hause bleiben kann um mich um sie zu kümmern. Aber hätte, wäre, sollte, es ist ja leider nicht so.
Alles in allem ein Buch was ich sicher niemals gelesen hätte, aber ich bin mit Maxi sehr oft einer Meinung. Sie ist ebenso chaotisch wie ich, hat allerdings drei Kinder, das vierte ist unterwegs. Für Q sicher eine gute Alternative, auch wenn mich die Frauenbewegung wenig interessiert hat, und das hat sich bis heute auch nicht geändert.


Leben ist das was einem passiert, während man auf die Erfüllung seiner Träume wartet. (aus König v St. Pauli)
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#4

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 10.09.2017 08:34
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

XY von Sandro Veronesi.
Somit ist meine Challenge endlich beendet. Es hat lange gedauert.
Hier werden in einem einsamen verschneiten Bergdorf das San Guida 11 Leichen und ein blutrot vereister Baum gefunden.
Ein Pferd überlebt und kommt ins Dorf zurück. 11 Personen - 11 Todesursachen. Die Autopsie ergibt einen Herzinfarkt, Krebs,
Mord, Selbstmord und den Biss eines Haifisches. In den Bergen eher ungewöhnlich. Der Pfarrer Don Ermete versucht mit Hilfe
der Psychiaterin Giovanna den Sachen auf den Grund zu gehen. Giovanna nimmt sich die Menschen aus dem Dorf vor und versucht
hinter Geheimnisse zu kommen. Der Pfarrer versucht ihr bei zu stehen und ihr zu helfen wo er nur kann.
Die beiden führen zum Schluß hitzige Diskussionen. Bis dahin alles klar.
Leider bleibt es auch dabei. Das Buch ist so offen am Ende, ohne irgendein Ergebnis, oder ich hab es nicht begriffen.
Es geht hier laut Klappentext um Schuld und Sühne, Gut und Böse, das ist auch noch klar. Jeder Mensch hat irgendwann mal etwas
getan was er bereut, oder? Ich gebe zu: Ich habe das Buch nicht kapiert.


Ein Freund ist jemand der kommt, wenn alle anderen gehen.
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#5

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 24.09.2017 09:50
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Der Junge der Äpfel liebte ist ein Buch aus der Reihe Erfahrungen. Hier geht es um den 11 jährigen Riche und den Kampf
seiner Mutter gegen seine Magersucht. Als die Mutter sich endlich eingesteht das ihr Sohn an der Krankheit leider ist er
schon stark abgemagert, ißt nichts mehr, wäscht sich pausenlos die Hände und unternimmt für seinen Körper Gewaltmärsche
durch den am Haus angrenzenden Wald. Amanda fängt an zu kämpfen und weiß eigentlich gar nicht womit. Sie nimmt ihren Sohn
und zieht in eine andere Stadt damit sie näher an der Beratungsstelle sein kann. Die Familie zerbricht beinahe aber sie hört
nicht auf zu kämpfen. Sie liest zahlreiche Bücher, macht sich schwere Vorwürfe, beschimpft ihren Mann ohne Ende und vernachlässigt
alle anderen der Familie, was ihr einerseits das Herz zerreißt, andererseits sieht sie keinen anderen Weg ihrem geliebten
Jungen zu helfen. 1 Jahr lang muß ihr Sohn täglich Proteindrinks zu sich nehmen. Ein Kampf jeden Tag. Er nimmt ein wenig zu,
aber der große Erfolg den sie sich versprochen hat bleibt aus. Letztendlich entscheidet sie sich wieder nach Hause zu ziehen.
Riche kommt in einen klinisch gereinigten Wohnwagen, da er im Haus bei "den fliegenden Kalorien" nicht leben möchte.
In der Nähe der Familie bemerkt Amanda eine recht flotte Veränderung. Riches Waschzwang wird weniger, er ist neugierig auf
seine Geschwister die so leicht mit ihrem Leben umgehen, wie er es früher auch getan hat. Langsam, in der Ummantelung seiner
Eltern und Geschwister nimmt Riche wieder am Leben teil. Er fängt wieder an zu essen und nach einem Jahr redet er wieder mit
mit seinem Vater. Ein kleines Mißverständnis führte dazu, das er dies aufgegeben hatte.
Riche wird "gesund", wenn man das bei der Krankheit sagen kann.


Ein Freund ist jemand der kommt, wenn alle anderen gehen.
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#6

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 01.10.2017 09:32
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Meine Freiheit nehm ich mir ist eine Biografie von Heinz Hoenig. Sie erschien 2002.
Heinz Hoenig wurde am 24 September 1951 in Landsberg am Lech geboren und ist heute ein sehr erfolgreicher
Schauspieler. Einer meiner Lieblingsdarsteller überhaupt, da lag es auf der Hand das ich das Buch lese.
Den meisten bekannt ist er sicher aus Der König von St. Pauli, der grosse Bellheim oder dem Schattenmann.
Seine Lieblingsfilme sind aber andere, wie ich aus dem Buch erfahren habe. Hier erzählt er über seine Kindheit,
seine Jugend, seine ersten Theaterauftritte ( bzw. Sprünge). Seine Schauspielkunst ist so vielseitig, leider
wird er zu oft in die Rauhbeinschublade gepackt. Das ist sicher unfair ihm gegenüber, so abwechslungsreich wie er spielt.
Natürlich sind auch Frauen ein Thema in diesem Buch, aber das mehr am Rande. Man merkt beim lesen das er immer
ein bißchen auf der Suche war. Ist vielleicht falsch ausgedrückt, aber vor seiner Simone war es nicht so richtig.
Kurz und knapp, das Buch ist klasse, ich kann es gar nicht so wiedergeben wie ich es gerne rüberbringen möchte.
Es ist schön zu lesen, der Heinz Hönig hat mithilfe von Paul Barz die richtige Tonlage gefunden und sich hier
im richtigen Licht dargestellt. Als fleißigen Schauspieler, als einer der sagt was er denkt, auch gerne mal lauter,
als Mann der auch mal weinen kann ( das habe ich allerdings in Fremde Freunde mit Guido Maria Kretschmar schon gesehen)
und das ist herrlich. Gefühle zu zeigen, als ein ganz Großer!


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#7

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 09.10.2017 10:55
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Am Ende siegt die Liebe ist ein Buch aus der Reihe Erfahrungen. Hier entdeckt die Mutter durch puren Zufall das ihre Tochter sexuell belästigt, bzw missbraucht wird. Es kommt nie ganz raus was wirklich passiert ist, das ist auch gut so, denn hier geht es um den Kampf der Mutter, der Eltern ihre Tochter wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Ihr raus zu helfen aus der Situation, sie vom Peiniger weg zu halten. Der Kampf gegen die Behörden wird zum Schluß zuviel, aber die Tochter hat ihr Leben zurück. Leider werden die Täter ( das Buch spielt in Italien) zu oft noch beschützt. Sie können munter weiter machen. Das Buch hat mir gut gefallen, ich glaube ich hätte viel früher aufgegeben, gegen den Staat zu kämpfen. Meinen Hut ziehe ich vor der Mutter! Aber auch sie war zum Schluß fertig und am Ende. Die Kraft ging ihr aus. Verständlich. Aber traurig, das einem Kind erzählt wird es lügt. Ich glaube nicht das ein kleines Kind sich sowas ausdenkt. Zum Glück wurde ihr ein Weg geebnet den sie jetzt, wo sie älter ist, gehen kann ohne die großen Schäden. Dank der Mutter!


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#8

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 03.11.2017 08:51
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Mein Weg zu dir von Nicholas Sparks
Amanda und Dawson sind mit 17 unsterblich verliebt. Eine Liebe die nie aufhört, sind sie sich auch noch so fern.
Nach 25 Jahren sehen die beiden sich wieder und die alte Liebe ist wieder da. Jedoch hat Amanda Familie und möchte diese nicht alleine lassen.
Das ist sicher eine unpassende kurze Umschreibung für einen Roman von Nicholas Sparks, aber ich möchte niemandem die Spannung nehmen. Er ist wunderbar gefühlvoll geschrieben, eine beinahe schöne Geschichte, wäre nicht wieder ein Ende mit einer Transplantation, ich dachte ich hab ein Dejavu.
Aber bis dahin, bis zum Epilog, ein fantastisch schönes Buch.
Kommt nächste Woche auf meine Homepage.


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#9

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 18.11.2017 11:01
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Ein Strandkorb für Oma von Janne Mommsen
Die Nordseeinsel Föhr ist das zu Hause von Sönke und Maria. Ebenso lebt hier Oma Imke.
Maria ist Polizistin auf der Insel. Bevor sie mit Sönke zusammenkam hat sie ein Versetzungsgesuch geschrieben.
Leider wurde das nicht vergessen und es ist wahrscheinlich das sie aufs Festland versetzt wird.
Sönke möchte aber nie wieder weg von der schönen Insel. Die beiden bekommen Besuch von einem Gruftie Teenie,
ihrer Cousine Jade. Anfangs liegen Welten dazwischen. Allerdings versteht Oma sich mit Jade prächtig.
Alles ändert sich als im hiesigen Museum ein Bild gestohlen wird und Oma unter Verdacht gerät. Zuerst nur bei
Sönke, später auch bei Maria und der restlichen Polizei. Ein Kommissar vom Festland soll die Sache unter die Lupe
nehmen, dummerweise ein Ex-Freund von Maria. Ein Missverständnis jagt das nächste. Wer hätte gedacht das ausgerechnet
Jade ein paar Dinge wieder richtig rücken kann, und eben diese auch noch auf der Insel bleiben möchte!
Bei einem solch kriminalistischem Hintergrund kann man ja die Polizei gar nicht versetzen.


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#10

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 08.01.2018 13:56
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Die Sonnenuhr von Marten ´tHart. Ein Roman mit einem traurigen Beginn. Rose stirbt und ihre Freundin Leonie Kuyper erbt ihre Wohnung mitsamt der Katzen, wenn sie sich um die Tiere kümmert. Gesagt getan, traurig übernimmt Leonie diese Aufgabe und nimmt nach und nach, auf Anraten des Notars das Aussehen von Rose an. Es wäre gut für die Tiere. Aber nicht nur das, sie kommt hinter ein paar Geheimnisse von Rose die ihr völlig im dunklen lagen.
Nach und nach stellt sich ihr die Frage, ist Rose wirklich an einem Sonnenstich gestorben? In den jungen Jahren, oder hat jemand nachgeholfen. Nach ein paar Fehltritten kommt Leonie dem Rätsel auf die Spur.
Ein schöner Roman, Krimi light, also nichts für Krimifans, aber eine traurige Geschichte in einem doch eher lustigen Gewand erzählt.


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#11

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 21.02.2018 15:23
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Es wird mir fehlen das Leben, Ruth Picardie
Ruth Picardie ist Journalistin. Sie ist selbstbewußt und klug, schreibt für ihr Leben gern.
Sie heiratet und bekommt Zwillinge. Kurz vor deren 2. Geburtstag diagnostizieren die Ärzte Brustkrebs.
Der Knoten war schon länger da, wurde aber als gutartig abgefertigt. 50:50 stehen die Chancen.
Das sind immerhin 50 % Leben. Ruth fängt an in ihrer Kolumne einer Tageszeitung über ihre Krankheit zu schreiben.
Sie spürt immer vor den Ärzten das etwas neues im Körper geschieht, wie z. B. Knochenkrebs am Brustbein oder
ein Hirntumor. Kurz, der Krebs hat gestreut und es besteht keine Hoffnung mehr für die junge Mutter.
Bis zum Ende behält sie jedoch ihren Humor, was in vielen e-mails zu lesen ist. Schwarzer Humor, wie man hier
gut lesen kann. Das Buch besteht aus einem Vorwort, aus vielen geschriebenen und erhaltenen e-mails, ein paar
ihrer Kolumnen, Leserbriefen und zum Schluß einem Nachwort ihres Mannes.
Die mails sind herrlich zu lesen, sorry, es ist ein ernsthaftes Buch aber ich mußte doch oft schmunzeln.
Diese Ironie gefällt mir gut. Am Ende wurde es natürlich auch traurig, schon der Gedanke das eine Mutter ihre
2 Jahre alten Zwillinge alleine lassen MUSS, weil ihr Körper so krank ist, macht mich traurig.
Aber Ruth Picardie erträgt ihre Krankheit so furchtbar tapfer das man ihr nachträglich noch auf die Schulter klopfen
möchte.


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#12

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 03.03.2018 18:17
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Lieber die Taube in der Hand von Franziska Stalmann.
Agnes hat das alleine sein satt. Sie ist zwar nicht ganz alleine, aber ihr Rainer gibt ihr zu wenig. Sie möchte einen Mann für alles, einen der immer Zeit hat, zumindest im Urlaub und an Feiertagen.
Sie geht auf die Suche, mit 40 Jahren, einer erwachsenen Tochter, einem geschiedenen Mann, und sie findet Männer. Tolle Männer - Männer für alles, mit verdammt vielen Macken.
Ein witziges Buch, es ist der zweite Roman von Franziska Stalmann den ich gelesen habe und 2 liegen schon wieder hier für das Jahr.
Ich habe schon ab und an laut gelacht, ebenso fand ich es traurig wenn Agnes weinte, weil sie mal wieder in den Drisstopf gegriffen hat.
Aber alles in allem, irgendwann wird alles wieder gut.
Auch zu lesen auf der Homepage


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zuletzt bearbeitet 03.03.2018 18:52 | nach oben springen

#13

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 05.03.2018 08:55
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Quecksilber von Amelie Nothomb. Das ging flott, ein Tag und das Buch war durch, Zugegeben es war auch nicht sehr dick und enthielt viele Dialoge, das mag ich ja gerne. Auf der Rückseite steht ein philosophischer Thriller, also das sehe ich etwas anders.
Für mich ist es ein Roman, ein seltsam schöner Roman. Absolut seltsam aber irgendwie auch schön. Ich bin hin und her gerissen, aber dazu dann mehr auf meiner Homepage.
Das erste Buch mit 2 Enden. Hab ich auch noch nie gehabt.


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#14

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 07.03.2018 16:24
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Und ich musste bleiben von Svenja Wagner
Mit Psychoterror und Gewalt wird Svenjas Mutter in eine Depression und später in den Selbstmord getrieben. Von da an ist die kleine Svenja, 12 Jahre alt, allein. Alleine unter gewalttätigen Pflegeeltern, einem noch gewalttätigeren Vater der vor nichts zurückschreckt und Bekannten, die es angeblich so gut mit ihr meinen und sie doch nur ausnutzen und später sogar vergewaltigen. Verzweiflung und Brutalität bestimmen Svenjas Leben, und erst als sie volljährig ist kann sie entkommen. Ich habe so mitgelitten und wünsche den Peinigern im Nachhinein die Pest an den Hals.
Wie gebannt habe ich immer gehofft das ihr beim Jugendamt geholfen wird, das ein Nachbar was machen muß, das irgendjemand sich dazwischen stellt. Leider hat sich diese Hoffnung nicht bestätigt. Trotz allem schafft sie den Weg raus. Und ich wünsche ihr alles alles Gute. Unglaublich was hinter einigen Türen passiert, unglaublich das selbst ein Jugendamt hier versagt, auf der ganzen Linie.


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#15

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 21.03.2018 14:30
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt von Dora Heldt.
Doris wird bald 50 und alle freuen sich darüber. Alle außer Doris. Ihr Mann Torsten organisiert eine Feier und lädt
50 Bekannte ein. Aber Doris entflieht in ein Wellness Hotel mit ihren aus der Schulzeit besten Freundinnen Katja und Anke.
Dort angekommen ändert sich aber ihre Laune nicht wirklich, total verkrampft und in den Wechseljahren heult sie den Mädels
oft was vor, dabei haben die beiden doch ihre eigenen Sorgen. Katja wurde in ein abgelegenes Büro versetzt und steht jetzt
nicht mehr im Rampenlicht und das NUR wegen einem Verhältnis mit ihrem Chef und Anke hat Schulden von ihrem Ex vererbt
bekommen, der tödlich verunglückt ist. Nachdem die kleinen Geheimnisse ausgeplaudert wurden, das dauert natürlich ein wenig,
wird Doris ruhiger. Zuerst noch demonstrativ gegen die Party entscheidet sie sich zum Schluß doch dort mitzufeiern.
Die drei Frauen beschließen ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Sie wollen ein Buch schreiben.
Die Zeit dazwischen ist jedoch von Überaschungen geprägt. Anke war mal schwanger und das von Doris jetzigem Mann, Katjas
Verhältnis ist mit Frau und Tochter ebenfalls in dem Hotel abgestiegen und Georg kommt ins Spiel, jemand der Anke gefallen könnte,
wenn sie sich nicht geschworen hätte: Keinen Mann bevor die Schulden bezahlt sind. Zitat:"Nach ihrer Berechnung würde das schätzungsweise
an ihrem 86. Geburtstag sein. Dann könnte sie ihre männlichen Mitbewohner im Seniorenheim mit ganz neuen Augen betrachten."
Aber meist spielt das Leben ja anders ... Ein tolles Buch, gut zu lesen, ein Buch für Frauen würde ich sagen;-)


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