#31

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 18.02.2019 11:11
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Der Glasmurmelsammler von Cecelia Ahern
Fergus erleidet einen Schlaganfall und seine Tochter kommt über Umwege an ein paar Kisten mit seinen Sachen.
In einer dieser Kisten ist eine Sammlung von Murmeln, die mit denen man als Kind spielt. In vielen Ausführungen
und Farben, genau aufgelistet mit Wertebestimmung dahinter. Sabrina arbeitet als Rettungsschwimmerin in einem
Altenheim und hat wenig Zeit für privates. Als sie jedoch die Sammlung sieht, wovon sie überhaupt keine Ahnung hat,
wird sie neugierig und traurig zugleich. Wie weit kennt sie ihren Vater? Warum wußte weder sie, noch ihre Mutter
von dieser Sammlung? Seit wann sammelt er und warum hat er es niemandem erzählt? Die Tochter macht sich auf die Suche
nach den fehlenden Murmeln, dem Vater den sie scheinbar nicht mehr kennt und ihrem eigenen Ich.
Ich habe mir anfangs die Frage gestellt, ob man einen Roman mit Murmeln füllen kann. Ja, man kann. Die Geschichte hat
mir ganz gut gefallen, man konnte es recht flüssig lesen. Es wird einmal aus Sabrinas Sicht und einmal aus Fergus Sicht
geschrieben. Manchmal wußte ich nicht genau wer jetzt schreibt, aber das wurde dann recht schnell klar. Ein wenig verwirrend
war das für mich und ein wenig sehr ausschweifend was die Murmeln angeht. Das ist sicher schön für Liebhaber der kleinen
Glaskugeln aber für mich war der Teil etwas zu viel. Die Geschichte ist jedoch echt schön gestaltet und am Ende findet
die Tochter natürlich die fehlenden Kugeln, bzw bekommt sie zurück. Geheimnisse und falsche Identitäten des Vaters
werden aufgedeckt und zum Schluß weiß Sabrina auch wieder was sie will.


Mit der richtigen Musik kannst du entweder alles vergessen, oder dich an alles erinnern.
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#32

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 01.03.2019 15:42
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Ich habe Köln doch so geliebt, Barbara Becker-Jakli
Für dieses Buch kann ich keine Inhaltsbeschreibung machen, das die Geschichten sehr vielfältig sind. Es sind Berichte von 14
Kölner Jüdinnen und Juden, alle wurden zwischen 1912 und 1926 geboren und die meisten fühlten sich mehr wie Deutsche und sehr wohl in Köln.
Es sind verschieden Perspektiven, einige verloren die ganze Familie, andere sind geflüchtet und haben überlebt. Eines bleibt,
sie wurden ab 1933 evtl auch früher diskriminiert, mußten um ihr Überleben kämpfen, flüchten oder sich verstecken. Sie wurden teilweise
verraten, teilweise versteckt. Als 1941 die Deportation begann, sind viele aus Deutschland geflohen. Aber auch von Konzentrationslagern
dem dunklen Teil der Deutschen Geschichte ist viel zu lesen. In jeder Aufzeichung findet man die Orte der Synagogen und der jüdischen Schule,
so ist es heute noch nachvollziehbar. Einige sind zurückgekehrt, andere sind der Stadt lange ferngeblieben. In dem Buch sind viele Familienbilder,
Auszüge aus jüdischen Zeitungen aber auch Plakate mit den Anfängen der Diskriminierung.
Berührt hat mich das ganze Buch, jede einzelne Erzählung dieser Menschen hat mich getroffen. So schrieb Lore M als sie 1945 nach Köln
mit ihrer Mutter zurückkehrte: Als wir in Deutz angekommen waren und meine Mutter die Domtürme von weitem sah, fing sie an zu weinen -
ich habe noch nie einen Menschen so weinen sehen. Solche Szenen sind einige in diesem Buch geschrieben die mich sehr gerührt haben.
Da ich eh nah am Wasser gebaut habe, hat es ein wenig gedauert bis ich das Buch hier aufschreiben konnte. Was diese Menschen erlebt haben
ist immer noch unfaßbar. Noch unfassbarer ist für mich, das in diesem Buch so wenig Abneigung und überhaupt kein Hass zu lesen ist.
Für mich unbegreiflich, es ist zwar zu lesen das einige keinen Fuß mehr auf deutschen Boden setzen wollen, was ich auch gut verstehen kann,
ebenfalls möchten ein paar mit keinem Deutschen mehr reden, aber mehr an negativen gegen die Deutschen habe nicht gelesen und das finde
ich erstaunlich. Ich glaube in einer solchen Situation wäre ich wesentlich nachtragender. Aber zum Glück kann ich mich da nicht reinversetzen
und ich hoffe das es niemals mehr zu solch einer traurigen, furchtbaren Geschichte kommt.


Mit der richtigen Musik kannst du entweder alles vergessen, oder dich an alles erinnern.

zuletzt bearbeitet 25.03.2019 16:50 | nach oben springen

#33

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 07.03.2019 13:31
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Annas Mann von Franziska Stalmann
Anna ist gerade mal 29 als ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben kommt. Jochen war ihre erste große Liebe und sie steht vollkommen neben sich.
Auf dem Friedhof lernt sie Frau Engler kennen, eine ältere Dame die ihren ebenfalls verstorbenen Mann dort besucht. Die beiden treffen sich
sehr oft dort und wenn Anna mal nicht auf den Friedhof kommt, kümmert sich Frau Engler um das Grab von Jochen. Anna beschließt das Büro von
ihrem Mann weiterzuführen, schließlich hat er es ihr vererbt. Anfangs kommt das nicht sehr gut an bei den Beschäftigten, denn sie wissen nicht
so recht wie sie mit ihr umgehen sollen, aber mit der Zeit kommen sie immer besser zurecht. In dem Schreibtisch von Jochen findet Anna eine Mappe
mit Drohbriefen an ihren Mann. Diese stammen von Karl Rode, geboren 1920, ein Fanatiker der rechtsradikalen Szene. Neben den Briefen ist eine Liste
mit Namen und mit Opfern. Bei den Namen steht Andreas Moratt. Anna sucht ihn auf und geht mit ihm essen, denn sie will wissen was es mit Rode auf
sich hat. Nach viel Champagner landet sie mit Andreas im Bett und schämt sich am nächsten Morgen so sehr, das sie verschwindet, zum Friedhof geht
und sich bei ihrem toten Mann entschuldigt. Es dauert einige Zeit bis sie ihn wiedersehen kann, aber dann passiert es immer wieder.
Karl Rode findet sie schließlich, mit ein paar Umwegen, mit Angst und großen Zweifeln. Er gibt zu das er an dem Unfall nicht ganz schuldlos ist,
es aber ein Versehen war. Nach einigem hin und her fährt Anna wieder zurück und Rode nimmt sich das Leben.
Das ganze ist natürlich gut verpackt in einem Roman, ein schöner Schreibstil, wenn auch etwas traurig. Immer wieder Selbstzweifel, Selbstmordgedanken,
Trauer und doch wieder etwas Freude am Leben, ein neuer Mann und ein paar unschöne Zöpfe die abgeschnitten werden, sprich Freunde ihres toten Mannes,
die sie eh nie mochte kann sie endlich abhaken. Das hat mir sehr gefallen. Eine traurige Geschichte die aber hoffnungsvoll endet.


Mit der richtigen Musik kannst du entweder alles vergessen, oder dich an alles erinnern.
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#34

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 16.03.2019 09:50
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Das Lazaruskind von Robert Mawson
Ben Heywood ist 12 Jahre alt, als er einen schlimmen Unfall mit ansieht. Seine Schwester und eine kleine Freundin
werden überfahren. Die Freundin ist sofort tod und die Schwester liegt im Koma. Ben ist geschockt und traumatisiert,
denkt es ist seine Schuld da er nur flott auf die andere Seite wollte und die beiden ihm gefolgt sind. Er zieht sich
zurück, verkriecht sich und will nicht mehr in die Schule. Die Eltern haben sich kurz vorher getrennt, aber so eine
Tragödie schweißt zusammen. Sie hören von einer Ärztin die Patienten aus dem Koma holen kann, die Folgen sind aber
nie vorhersehbar. Unter schwierigen Umständen kommen sie in diese Klinik, die aber leider vor dem Aus steht. Zuviele
kleine Patienten sind gestorben, wenn auch aus anderen Gründen und die Dr. Elizabeth Chase wird von Demonstranten und
Eltern verklagt und beschuldigt. Trotzdem wollen die Heywoods das Lizzie, wie sie liebevoll genannt wird, versucht
ihre Tochter aus dem Tiefschlaf zu holen. Viele Untersuchungen folgen und Lizzie hat nicht viel Hoffnung, bis Ben
anbietet sie zu "holen". Die Patienten werden verkabelt und ärztlich beobachtet. Ben wird in ein Reich geschickt,
wo nur Komapatienten hinkommen. Als auch er nicht zurückkommt folgt Dr. Chase ihm. Denn sie kann ihn ja nicht einfach
dort lassen. Das gute an der Geschichte, die Heywoods finden wieder zueinander und Omi ist der Knaller.
Ab dem letzten Drittel habe ich überlegt ob ich hier abbreche, da ich aber soweit gekommen bin, wollte ich es dann auch
zu Ende lesen. Der Anfang gefiel mir noch ganz gut, aber als Ben dann in die Komawelt eintauchte, wurde es mir echt zuviel.
Das heißt nicht das ich nicht an etwas glaube was ich nicht sehe, im Gegenteil, es gibt bestimmt Dinge zwischen Himmel und
Erde die für uns unerklärlich sind. Allerdings fand ich dieses Gerenne durch Wälder und über Berge, Schluchten und Täler
ehrlich gesagt ziemlich übertrieben, um es mal nett auszudrücken. In dem Teil habe ich auch ein paar Seiten nur überflogen,
damit das Buch schneller zu Ende ist. Den klinischen Teil habe ich aber dann wieder ganz gelesen.
Nein, absolut nicht mein Buch, too much, zu übertrieben alles. Aber wie immer nur meine Meinung.


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#35

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 25.03.2019 16:48
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Bridie und Finn von Harry Cauley
Timothy Finnegan, von allen nur Finn genannt ist gerade in der 4. Klasse als Bridget Mary O Connor, genannt Bridie
in seine Klasse kommt und sich genau neben ihn setzt. Sie ist ein wenig schludderig angezogen und ihre Haare sind
ebenso gewöhnungsbedürftig. Sie redet ohne Punkt und Komma, ob man es nun hören will oder nicht und sagt jedem ihre
ungefragte Meinung. Finn ist sich ganz sicher, er haßt Bridie. Finn ist von Geburt an an einem Bein verunstaltet,
man nannte es damals noch verkrüppelt. Bridie stört das aber überhaupt nicht. Ungefragt kommt sie ständig bei ihm vorbei
und noch viel schlimmer, sie zieht mit ihrem Vater gegenüber ins Haus ein. Furchtbar denkt sich Finn und Bridie hat
nichts besseres zu tun als ständig bei seiner Familie zu sein. Eines Tages verliert Finn beim Taubenjagen die Balance
und fällt in einer Scheune in Ohnmacht. Seine Freunde rennen weg und nur Bridie traut sich zu Mr. Howe und holt Hilfe.
Von diesem Zeitpunkt an sind die beiden beste Freunde, verbringen viel Zeit mit dem angeblich bösen Mr. Howe, lernen
viele neue Leute kennen und sind unzertrennlich. Finns Bruder Fritz geht als Soldat in den Krieg, seine Mutter wird
krank und kommt in eine Psychatrische Einrichtung und sein Vater hat mehr Kontakt zu Bridie als zu ihm.
Bridies Vater stirbt und sie zieht jetzt komplett bei den Finnegans ein. Sie verliebt sich in Simon, einen Kollegen
von Fritz, dieser jedoch verliebt sich in die Frau von Fritz, die sich , da dieser vermisst wird, ebenfalls in Simon verliebt.
So geschehen immer wieder Dinge die die 2 Freunde durchstehen. Es findet sich immer eine Lösung, bis nach der High School,
da steht Big Finn, der Vater von Finn ihnen im Weg.


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zuletzt bearbeitet 25.03.2019 16:50 | nach oben springen

#36

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 31.03.2019 17:35
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Höllenflirt, Beatrix Gurian
Toni, Sängerin einer Punkband hat sich in Valle verliebt, er ist so anders als die Jungs die sie sonst so kennt.
Die beiden kommen sich näher und Valle möchte das Toni eine Mutprobe besteht, er will testen ob sie zu ihm paßt.
Bei dieser Mutprobe kommt ein Mann angeblich ums Leben, der Detektiv, und Toni steht kurz vorm Wahnsinn! Sie ist
schuld das jemand gestorben ist. Später steht genau dieser Mann vor ihr und er und Valle und Giltine grinsen sie an.
Toni flieht aber kann Valle nicht vergessen. Er gesteht ihr, das er Satanist ist und möchte sie zu einer Sitzung
mitnehmen. Anfangs möchte sie das jedoch nicht, später entscheidet sie sich, gerne alles ins lächerliche gezogen,
doch mitzugehen. Nach und nach kommt raus das Valle gar nicht so viel damit zu tun hat, er untersucht nur den Tod
seines Bruders. Zu guter letzt hilft Toni ihm das alles aufzuklären und ihr Ex Freund, der Begründer der Band,
spielt eigentlich die Hauptrolle.
Puh, ich habe leider zu spät gelesen das es ein Jugendthriller sein soll. Aber selbst als Jugendliche hätte ich das
Buch wahrscheinlich nicht für gut befunden. Nach Kapitel 3 habe ich gedacht, jetzt breche ich es ab, aber es hatte
so schöne große Schrift, das ich dachte, dann lies es halt zu Ende. Zum Glück kam dann noch die Wende mit Valle, aber
ganz ehrlich, das war es nicht für mich. Absolut übertriebene Story, Satanismus ist nun überhaupt nicht mein Ding,
die Charaktere mochte ich alle nicht, von Toni über Valle bis hin zum ach so guten Freund der Mutter.


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#37

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 04.04.2019 15:53
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

All die verdammt perfekten Tage, Jennifer Niven
Finch ist in der High School und hat immer wieder Selbstmordgedanken. Er steht auf einem Glockenturm, weiß mal wieder nicht
wie er dort hochgekommen ist.
Er überlegt zu springen, als er bemerkt das er nicht alleine dort oben ist. Unweit von ihm steht ein Mädchen, schüchtern und
verängstigt. Violet heißt sie und Finch beginnt auf sie einzureden sie solle nicht springen. Er schafft es natürlich sie zu
überreden und beide kommen nochmal davon. Eine zarte Freundschaft beginnt. Ein Schulprojekt bringt sie ständig zusammen und
so langsam beginnt Violet sich in den Außenseiter Finch zu verlieben. Er wird von den meisten gemieden, als Freak abgetan.
Niemand erkennt seine bipolare Störung. Violet hatte mit ihrer Schwester einen Unfall, wobei ihre Schwester ums Leben kam.
Darum wollte sie ihrem Leben auch ein Ende setzen. Durch Finchs Kraft und Liebe findet sie zurück ins Leben, fährt wieder Auto
und der Sinn des Lebens kehrt zurück. Während ihr Leben größer und bunter wird, wird Finchs Leben immer kleiner und schwieriger.
Seine große tiefe Liebe schafft es nicht seine Seele zu retten und die Krankheit zu mindern. Er verschwindet und nimmt sich
das Leben. Für Violet ein großer Schock. Aber die Momente die sie zusammen erlebt haben waren so einzigartig,
das es ihr wieder Kraft gibt weiterzumachen.
Ein wunderschöner Roman, eine sehr schöne traurige Geschichte mit ganz tollen Charakteren. Ich mochte Finch auf Anhieb und
hoffte das Violet sich in ihn verliebt. Freaks sind was tolles, finde ich und die beiden waren schon sowas wie gute Freunde
für mich. Leider war das Buch irgendwann zu Ende. Der Nachteil bei einem tollen Buch ist, das man es nicht weglegen möchte,
das es dadurch aber viel zu schnell ausgelesen ist.


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#38

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 17.04.2019 09:32
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Meine Zeit mit Anne Frank, Miep Gies
Miep und Henk Gies arbeiten in Otto Franks Firma. Miep kam ursprünglich aus Österreich und wurde nach Holland
geschickt um dort aufgepäppelt zu werden. Aber dort gefiel es ihr so gut, das sie mit der Zustimmung ihrer Eltern
dort bleiben durfte. Leichterhand lernte sie niederländisch, suchte sich Arbeit die sie bei Otto Frank fand.
Schnell wurde sie beinahe unersetzlich. Ihren Freund Henk lernte sie kennen und kurz bevor sie abgeschoben werden
sollte, wegen ihrer österreichischen Herkunft, heirateten die beiden. Das wäre sicher auch so geschehen aber die
Zeiten des dritten Reiches machten viele Dinge schwierig und manchmal mußte man handeln. Als der Druck auf die Juden
immer schlimmer wurde, wurde Miep gefragt ob sie es schafft Familie Frank zu versorgen, wenn diese untertauchen.
Ein kurzes schlichtes Ja, war die Antwort. Schneller als geplant kam es dann dazu, das die Franks sich im Hinterhaus
der Firma verstecken mußten. Und es wurden mehr, Freunde kamen hinzu. Bei Tag mußten alle ruhig sein, lediglich nachts
konnten sie sich frei bewegen. Henk war in einer Wiederstandsvereinigung, gegen die Nazis, die es in Deutschland, aber
auch in Holland gab. Es ging lange gut, leider, ein paar Monate vor der Befreiung Hollands, wurde die Familie Frank mit
ihren Freunden verraten.
Das Tagebuch von Anne habe ich schon recht früh gelesen, dieses Buch fiel mir jetzt so in die Hände.
Es erzählt die ganze Geschichte drumherum. Die Besetzung Hollands, die Schwierigkeiten an Nahrungsmittel zu kommen,
der immer größer werdende Druck alle satt zu kriegen. 2 Jahre haben Miep und Henk mit wenigen Auserwählten alle versorgt.
Als sie doch verraten wurden, fand Miep das Tagebuch und hob zum Glück jede Seite auf. Vater Frank kehrte zurück, als einziger.
Nach langem zögern veröffentlichte er das Tagebuch seiner Tochter, die so schnell erwachsen werden und leider doch zu früh
sterben mußte. Nach 40 Jahren erst konnte Miep alles zu Papier bringen, ein Stück Zeitgeschichte, so wichtig und so menschlich.
Ein tolles Buch, wer sich interessiert für die Zeit ist hiermit gut beraten. Im Buch sind Fotos vom Haus, vom Tagebuch und
von allen Beteiligten der Untergetauchten. Ich fand das Buch sehr bewegend. Man kennt ja das Ende und hofft doch, das es anders
gekommen wäre. Und man stellt sich immer wieder die Frage, ob man selbst so mutig gewesen wäre.


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#39

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 28.04.2019 12:32
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Du und ich und all die Jahre, Amy Silver
Als Nicole 13 Jahre alt ist, feiert sie ihre erste "Silvesterparty", zwar bei ihren Eltern, aber Julian, der Sohn von Mutters Freundin
hat eine Dummheit gemacht und ist so verpflichtet diese Party mit zu überstehen. Er ist 15, zwei Jahre älter als Nicole, und sie findet
ihn einfach nur spitze. Er hat seinen eigenen Style und ist halt anders als die anderen. Die beiden schleichen sich hoch in ihr Zimmer
hören Musik und plaudern. Heimlich besorgt Nicole Drinks für beide. Ihr Vater, immer leicht aggressiv erwischt die beiden und beendet
die Party indem er seine Frau brutal schlägt. Gerade waren die beiden dabei ihre Neujahrsvorsätze aufzuschreiben.
Und genau das Ritual führen sie lange Zeit fort. Nicole lernt Aidan kennen, Julian ist homosexuell und ist später mit Karl zusammen.
Aidan ist Nicoles große Liebe, aber er haut immer wieder ab. Irgendwann ist sie mit Dominic zusammen. Ein toller Mann der alles für
sie macht, aber er ist halt nicht Aidan. Ihre Eltern haben sich scheiden lassen und sie lebt in London. Möchte aber lieber nach New York.
Immer wieder gibt es Zerwürfnisse zwischen Dominic und Nicole. Als Julian bei einem Einsatz in einem Krisengebiet stirbt, ist sie so in
ihrer Trauer gefangen das sie alles um sich herum vergißt, einfach nicht sieht. Ihre beste Freundin Alex, die ebenfalls mit Julian befreundet
ist sehr traurig und sucht Trost, leider nicht nur bei Nicole, sondern mittlerweile auch bei ihrem mittlerweile Ehemann Dominic.
Ein Fehler, das geben beide zu, aber Nicole ist schwer getroffen, böse und enttäuscht. Trotzdem hält sie die Ehe mit Dom am laufen.
Nach vielen Mails von Alex trifft sie sich schließlich mit ihr in New York und läuft Aidan in die Arme. Wie soll sie sich entscheiden?
Die einzelnen Kapitel beginnen immer kurz vor oder an Silvester. Vom Jahr 2011 immer mal wieder zurück in die Vergangenheit. So erfährt
man die Dinge so nach und nach. Die Figuren haben mir gut gefallen, besonders Dominic, der vielleicht nicht besonders spontan, dafür aber
sehr verlässlich ist. Alex, Julian und Nicole sind ein wildes Trio mit immer skurilen Ideen und Wünschen oder Träumen.
Schade das Nicole sich für Aidan entschieden hat, das war mir bis zum Ende nicht klar. Ich dachte eher sie würde schlau.
So gab es selbst am Schluß noch eine Überaschung für mich. Das ist mein 2. Buch von Amy Silver und das fehlende bis jetzt werde ich mir
auch noch besorgen. Sie schreibt sehr schön und flüssig. Mit Spannung habe ich die Silvester der Vorjahre gelesen. Sehr schön, unterhaltsam,
und überraschend. Frauenliteratur, würde ich mal so sagen.


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#40

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 17.05.2019 16:02
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Rückflug zu verschenken, Gaby Hauptmann
Clara ist gut verheiratet, hat eine 4 jährige Tochter und lebt in Köln. Sie kommt nach Hause und riecht schon beim hereinkommen,
hier ist Damenbesuch. Auf frischer Tat ertappt sie ihren Ehemann mit einer anderen Frau im Bett. Mit ihrer Tochter Katie zieht
sie erst mal zu ihrer Mutter Ellen. Das ist auf Dauer keine Lösung und sie überlegt schon ob sie nach Berlin gehen soll.
Als Innenarchitektin hätte sie dort wohl besser Chancen. Durcheinander wie sie ist, spendiert ihr ihre Mutter erstmal einen
Urlaub. 1 Woche Arenal, günstig und doch erholsam. Katie bleibt bei Oma und ist voll ausgelastet mit Spielen, vorlesen und allem
was ein Kind sich wünscht. Clara hat jetzt Zeit nachzudenken und sich zu erholen. Am Strand lernt sie am ersten Tag 4 Frauen kennen,
Frauen mit denen sie sich in Deutschland niemals abgegeben hätte. So ganz anders sind die vier. Aber schnell lernt sie gerade diese
so normalen Frauen schätzen. Ein Plakat bringt sie auf die Idee sich hier eine Arbeit zu suchen. Die vier Freundinnen helfen ihr
sofort und überlegen nicht lange. Zudem kommt noch Andres in ihr Leben, ein Busfahrer der nebenher noch eine Disco leitet.
In welchen Kreisen bewegt sie sich eigentlich hier? Aber es gefällt ihr! Und sie findet einen Job, einen wirklich lukrativen Job.
Sie nimmt den ersten Auftrag an und hat schonmal ein Startkapital das sich sehen läßt. Aber es kommen dunkle Wolken auf sie zu.
Jemand will ihr einen Raub anhängen und erpresst sie. Sie hat so viele Menschen kennengelernt und kommt erst spät dahinter, wer
sie erpresst und wer daran Schuld hat.


Kneipe rein - Kneipe raus - Sattel weg!
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#41

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 21.05.2019 14:43
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Schulzes Anna, Heinz Lothar Worm
Lange vor dem ersten Weltkrieg kommt Anna zur Welt, ein Mädchen das in armen Verhältnissen groß wird.
Ihre Mutter bringt die beiden irgendwie durch. Ein kleines Häuschen, ein bißchen Feld, eine Kuh und ab und an ein Schwein,
das ist alles was die beiden haben. Sie arbeitet als Tagelöhnerin, der Vater ist früh gestorben. Auch er war Tagelöhner,
das sind die ärmsten, ohne großen Besitz die für die Bauern arbeiten müssen um durchs Leben zu kommen.
Eigentlich ist Anna der Mutter im Weg, darum freut sie sich als der Dorfschulze ihre Anna als Magd ausbilden will.
Zwar hat Anna Angst, da er sie so komisch ansieht, aber sie will lernen und später ihr Leben meistern. Ihre Mutter ist froh
das sie das Kind los ist und Anna erhält eine Truhe in der sie ihr Geld und ihre Aussteuer sammeln will.
Der Schulze bringt Anna in ihre Kammer. Des Nachts besucht er sie und das Kind muß ihm und seinen Söhnen dienen.
In jeder Form. Geschockt von dem Missbrauch rennt Anna morgens früh wieder zur Mutter, die sie aber nicht mehr ins Haus läßt.
Betrübt muß sie zurück zum Schulze, sie lernt was sie lernen kann, ist fleißig und schmeißt mit Lisa den Haushalt und den Hof.
Leider kommt der Vater und auch die Söhne des Nachts immer mal wieder aber sie kann sich ja nicht wehren. Wo sollte sie hin?
Der älteste Sohn gibt ihr immer ein Silberstück, was solls, denkt Anna, er würde sich eh nehmen was er will und sie behält
das Geld. Das er dies von seinem Vater gestohlen hat, weiß sie natürlich nicht. Dieser kommt dahinter und schmeißt Anna raus.
Ihre Mutter nimmt sich das Leben und Anna wird beschimpft und beleidigt. Das sie nichts dafür kann, und auch noch schwanger ist,
interessiert niemanden. Aber Anna wird trotzig, zieht in das Haus der Mutter und bringt sich und ihre kleine Tochter durchs Leben.
Sie ist clever und verkauft ihre Sachen in der Großstadt auf dem Markt. Der Dorfschulze stirbt und irgendwann wird der Sohn mit
seiner Schuld nicht mehr fertig und gesteht im Dorf, das er es war, der das Geld des Vaters genommen hat.
Anna ist im Dorf jetzt wieder angesehen und heiratet den Mann ihrer leider verstorbenen Freundin. Die Kinder und ihres zieht sie groß
und die ehemalige Haushälterin Lisa, mit der sie immer gut zusammen gearbeitet hat, zieht zu der Familie.
Jetzt such ich mir den 2. Teil mal:-)


Kneipe rein - Kneipe raus - Sattel weg!
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#42

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 12.06.2019 10:19
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Ich hab dich im Gefühl von Cecelia Ahern
Joyce erwacht im Krankenhaus, und will eigentlich gar nicht mehr wach werden. Sie hat ihr Kind verloren.
Bei einem Treppensturz ist es passiert. Sie ist todtraurig. Dazu hat sie noch eine Bluttransfusion bekommen.
Kurz darauf trennt sie sich von ihrem Mann und zieht vorübergehend zu ihrem Vater. Ihre Mutter ist schon lange tot
und vorerst kann sie hier unterkommen. Ihr Vater ist schon ein wenig vergesslich und schrullig, aber die beiden
machen das beste aus der Situation.
Justin ist als Gastdozent bei einer Uni in Dublin, eigentlich wohnt er in London, aber er möchte so oft wie möglich
bei seiner Tochter sein. Auch er ist geschieden. Die erste Aktion an der Gastuni: Blutspenden! Obwohl er tierische
Angst vor Spritzen hat, läßt er sich schließlich von einer Kollegin überreden.
Während Joyce auf einmal viele Sprachen spricht, weiß der Geier woher sie die kann, hat Justin ein Date mit seiner
Kollegin, das voll in die Hose geht. Joyce sieht auf einmal Bilder von einem jungen Mädchen das sie nicht kennt und
möchte herausfinden woher es kommt. Über Umwege lernt sie Justins Tochter kennen und erfährt das sich ihr Vater
diverse Dankgrüße wünscht, seiner Phantasie entsprungen sind Körbe mit Muffins, Dankeskarten, Überaschungen, sofern
er mit seiner Blutspende jemanden das Leben gerettet hat. Das alles merkt sich Joyce und beginnt seine Wünsche zu
erfüllen. Ganz außer sich sucht Justin nach Joyce, dabei kennen sie sich vom sehen zumindest schon etwas länger.
Ein ungeplant gemeinsamer Friseurbesuch hat sie bereits zusammengeführt.
Es dauert über das ganze Buch, bis die beiden zueinander finden. Aber am Ende wird es gut.
Die Geschichte ist sehr schön geschrieben, die Idee ist zwar etwas unglaubwürdig, mit dem Blut auch Eigenschaften
des anderen zu übernehmen, aber es ist so schön formuliert und ausgeschmückt, das ich es beinahe glauben konnte.
Einfach ein toller Schreibstil und eine wundervolle Liebesgeschichte von Cecelia Ahern.


Kneipe rein - Kneipe raus - Sattel weg!
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#43

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 25.07.2019 09:46
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Nachts schwimmen von Sarah Armstrong
Rachel zieht zu ihrer kranken Mutter und pflegt sie. Ihre Job hängt sie an den Nagel und zur Entspannung geht sie nachts
ins Schwimmbad. Ein neuer Arzt ist in die Stadt gezogen, nur über die Woche, er kümmert sich auch um Rachels Mutter.
Auch er mag das schwimmen und eines Nachts findet er das Loch im Zaun des Schwimmbades. Die beiden unterhalten sich und
kommen sich näher. Quinn, der Arzt, ist jedoch verheiratet und er und seine Frau versuchen vergeblich ein Kind zu bekommen.
Mit künstlicher Befruchtung scheitern sie, er will es aufgeben, Marianna will weitermachen. Er fängt ein Verhältnis mit
Rachel an und sie wird schwanger. Gerade als er sich von Marianna trennen will, ist auch diese schwanger. Zwar hat er Rachel
versprochen, sich von Marianna zu trennen, aber da sie ein Kind erwartet, hat er Angst es nie zu Gesicht zu bekommen.
5 Jahre später, 2. Teil im Buch. Ned ist der Sohn von Quinn und Rachel, Adie ist die Tochter von Quinn und Marianna.
Jetzt ist es an der Zeit den Kindern und Marianna die Wahrheit zu sagen. Ned erfährt es als erster. Das er noch eine Familie
hat, macht ihn zuerst Neugierig, später entfernt er sich von seinem Vater.
Marianna fällt vom Glauben ab, jahrelang belogen und betrogen geworden zu sein. Sie setzt Quinn vor die Türe. Adie möchte
ihren Bruder kennenlernen und überredet ihre Mutter zu der anderen Familie zu fahren. Das machen die beiden dann, Marianna
zwar widerwillig, aber sie möchte ihrer Tochter die Möglichkeit geben. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und Quinn wird vorerst
von beiden Familien getrennt. Die Frage stellt sich, ob es sinnvoll ist eine Lüge so lange aufrecht zu erhalten, oder ob man
Kindern nicht einfach mal zutrauen sollte, mit der Wirklichkeit umzugehen. Letzteres wäre in dem Fall sicher besser gewesen.
Wie auf meiner Seite bereits beschrieben hatte ich Probleme das Buch durchzulesen und wollte in der Mitte abbrechen. Aber dann kam 2. Kapitel und es wurde total interessant. Ich bin froh das ich es dann doch durchgelesen habe, aber der Anfang zog sich wie Kaugummi.


lass mich doch in Ruh mit deinem dösigen Zettel...
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#44

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 09.08.2019 11:04
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Die Zeit mit dir, Brenda Avadian
Brenda ist die jüngste Tochter von Mardig, er wohnt in Milwaukee und sie lebt mit ihrem Mann in Kalifornien.
Sie hat noch 2 Geschwister die in der Nähe, bzw bei ihrem Vater leben. Der Sohn hat das Haus nie verlassen.
Ihre Mutter stirbt 1993 und Vater Mardig fängt langsam an zu halluzinieren. Das merkt ihr Mann David, der ihn
besucht. Brenda und David sind in ihren Berufen angespannt und haben wenig Zeit, aber es muß was geschehen.
Darum fährt Brenda im August 1997 zu ihrem Vater. Das Haus ist runtergekommen, wild durcheinander, der Vater
duscht sich nicht mehr, es riecht streng. Der Sohn, der dort lebt kümmert sich um nichts. Die Schwester schimpft
nur rum und kümmert sich ebenso wenig. Nach einigem Hin und her beschließt Brenda mit David das ihr Vater zu ihnen
ziehen soll, ins weit entfernte Kalifornien. Bei einem Arztbesuch erfahren die beiden das Mardig Alzheimer hat.
Nach und nach verliert er sein Gedächtnis. Bevor dies passiert gibt er Brenda jedoch Vollmachten sich um alles
zu kümmern. Sie finden Wertpapiere und Konten, alles muß erledigt werden. Das Haus ist voller Papiere und Krimskrams.
Als die Krankheit fortschreitet beschließen sie das Haus zu verkaufen. Die Pflege des Vaters muß bezahlt werden.
Er gewöhnt sich an sein neues zu Hause, aber mit der Zeit schleicht er nachts durchs Haus, hält alle wach,
redet mit seinem Spiegelbild und stellt immer wieder die Frage: "Wo sind meine Schuhe?". Die Avadians sind es
gewohnt die Schuhe auszuziehen, Mardig nicht. Diese Kleinigkeit bringt viel Ärger mit sich. Irgendwann geht es
nicht mehr und Mardig muß in ein Pflegeheim. Die Entscheidung fällt Brenda nicht leicht, aber im Endeffekt ist
es genau die richtige Entscheidung. Wenn auch einige Hindernisse zu überbrücken sind. Mardig ist wenige Zeit später
in seinem Heim "zu Hause".


lass mich doch in Ruh mit deinem dösigen Zettel...
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#45

RE: ausgelesen

in was lest ihr denn so? 27.09.2019 14:02
von ullemulle | 1.030 Beiträge | 938 Punkte

Roberts Schwester, Petra Hammesfahr
Mia und Robert sind Geschwister, sie hatten reiche Eltern und besitzen ein großes Haus.
Ein Unfall zerstört das Glück, Roberts erste Frau Marlies stirbt bei dem Unfall und Mia wird schwer verletzt.
Sie verliert ein Auge, das halbe Gesicht ist entstellt und ein Arm ist bewegungsunfähig.
Ständige Kopfschmerzen machen ihr das Leben zur Hölle. Niemand findet einen Grund, aber die Schmerzen sind da.
Die Geschwister bleiben zusammen im elterlichen Haus wohnen, sie hängen aneinder und das Haus ist groß genug.
Irgendwann lernt Robert Isabell kennen, es dauert ehe er sie Mia vorstellt. Er weiß schon was sie sagen wird,
aber er ist ihr verfallen. Er bringt sie mit zum Abendessen und seine Schwester weiß sofort das die Frau sein
Untergang sein wird. Wie sehr sie recht hat erfährt sie 9 Monate später. Robert wird tod aufgefunden. Eine kleine
Schußwunde in der linken Stirn. Wie hat sie auf ihn eingeredet er solle sie vor die Tür setzen, wie hat er sie
vergteidigt. Isa ist eine Prostituierte, mit einem Zuhälter / Liebhaber dem sie hörig ist. Horst Fechner ist kein
unbeschriebenes Blatt und er versteckt sich im Ausland. Dort stirbt er angeblich. Isas Bruder hatte einen Unfall,
sitzt im Rollstuhl und Robert holt auch ihn ins Haus bevor er stirbt.
Die Polizei geht erst von Selbstmord aus, später verdächtigt sie Mia. Der Verdacht fällt vorerst nicht auf seine Frau.
Aber Mia läßt nicht locker und nach und nach kommen ihr Erinnerungen von dem Abend, den sie im Kopf verdrängt hat.
Es stellt sich raus das Fechner nicht tod ist, das Jonas nicht Isas Bruder ist und das Robert langsam hinter die
Machenschaften seiner Frau kommt. Darum mußte er sterben. Das alles klärt sich nach und nach in dem Roman.
Die Geschichte ist manchmal etwas verwirrend durch die Zeitsprünge, ich mochte auch Mias Art überhaupt nicht.
Trotzdem hatte sie Recht und konnte zum Ende hin auch die Polizeit überzeugen. Sie war mir zu kühl. Eiskalt.
Aber durch solch einen Unfall verändert man sich bestimmt. Das man so an seinem Bruder hängt, so sehr, kann ich
mir auch beim besten Willen nicht vorstellen. Er war durch den Unfall in eine gewissen Abhängigkeit geraten und
fühlte sich bestimmt ständig mies wenn er sie alleine ließ. Mir war auch recht schnell klar, das Jonas nicht
an den Rollstuhl gefesselt war, wie die beiden vorgegaukelt waren, der Gedanke zu Fechner kam mir auch recht schnell.
Aber trotzdem eine spannende Geschichte mit vielen Einzelheiten und gut durchgedacht. Nicht mein Lieblingsbuch,
aber ich denke das ich schon nochmal einen Hammesfahr Roman lesen werden.


lass mich doch in Ruh mit deinem dösigen Zettel...
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